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Geschichtliches

Der Trompetenmacher oder die Entwicklung des  Metallblasinstrumentenmacherhandwerks zu einem selbstständigen Berufsstand.

Wenn wir uns den geschichtlichen Anfängen unserer Metallblasinstrumente widmen, so müssen wir mehr als 3000 Jahre zurückgreifen.
Es war die Bronzezeit, in der die Luren in ihrer höchstentwickelten Form entstanden. Gehen wir geschichtlich gesehen mit Siebenmeilenstiefeln in die Gegenwart, so sind die Alphörner, deren klagender Ton manchen Schweizbesucher merkwürdig ergreift, oder die Instrumente in Island und Tibet, wo sie in völlig unveränderter Form gebaut und gespielt werden, ein Überbleibsel aus der Zeit der Völkerwanderung.
Im Alten Testament wird bereits erwähnt, dass Priester zwei silberne Trompeten zur Verfügung hatten. In Ägypten und Babylonien wurden ebenfalls trompetenähnliche Blasinstrumente verwendet. 1932 wurden bei der Erschließung des Grabes von Tuten-Amos zwei silberne Trompeten mit Gold beschlagenem Schallstück gefunden. Ostinder, Griechen und Römer, alle hatten Trompeten, welche bei festlichen Anlässen und im Kriege Verwendung fanden. Erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts beginnt die Trompete auch in der Kunst Fuß zu fassen. Praetorius überlieferte 1610, dass die Trompete auch in der Kirche mit Vorteil zu verwenden sei. Es entstanden Trompeten mit Aufsatzstücken (Verlängerungen). Inzwischen hatte man gelernt, die Metallrohre in kunstvoller Weise zu biegen. Zugtrompete oder Zugposaune? Hans Meuschel, der seine Posaune selbst fertigte, hatte es in der Anfertigung der Posaunen so weit gebracht, dass sie vorzüglich zum Solospiel und zur Begleitung der Singstimme geeignet waren. Selbst der Papst Leo X. erteilte Aufträge Posaunen in Silber zu fertigen. Nürnberg entwickelte sich zu dieser Zeit zum Zentrum des Metallblasinstrumentenbaus. Die mühsame Gestaltung der Zwischentöne mittels Stopftönen galt es durch technische Entwicklungen zu verbessern. So entstanden das Inventionshorn, die Klappentrompete und die Ventiltrompete.
Berufsbezeichnungen wie „Trompeten- und Posaunenmacher“ oder aber auch „Flöten- und Pfeifenmacher“ finden wir im deutschsprachigen Raum erst zu einer Zeit, als sich im Umfeld der spätmittelalterlichen Arbeitsteilung neue Berufe entwickelten und sich zeittypische Handwerkerstände in den Städten formierten. Um dauerhaft bestehen zu können, mussten diese neuen Berufsstände eine Reihe wichtiger Voraussetzungen erfüllen.

1. Handwerkskunst musste entsprechend technologischer Neuerungen in der Weise umgesetzt werden, dass qualitativ hochwertige Erzeugnisse entstanden, die sich mit denen ausländischer Hersteller jederzeit messen konnten.
2. Die Zulieferung notwendiger Rohstoffe, Halbfertigfabrikate und Hilfsstoffe mussten von der Obrigkeit (Rat der Stadt) garantiert werden.
3. Die Handwerker mussten über die fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, die häufig im Zusammenwirken mit Kollegen anderer Berufsstände (Goldarbeitern, Kupferschmieden, Messingbrennern u. a.) erst die Herstellung der Instrumente ermöglichten. Hierzu gehörten auch eine geordnete Lehrlingsausbildung und zahlreiche Verordnungen, die das Gesellen- und Meisterwesen bestimmten.
4. Der Instrumentenmacher musste auch damals schon über akustische Kenntnisse verfügen, die geometrischen, arithmetischen Zusammenhänge verstehen und als vielseitiger Handwerker in der Lage sein, diese in die Praxis umzusetzen.
5. Als Kunsthandwerker, und als solcher bezeichnete sich der Instrumentenmacher von Beginn an, musste er der Unterstützung einer Zunft (später Innung), oder wie in Nürnberg der Unterstützung des Rates sicher sein, welche ihn gegen vielerlei Einflüsse von außen schützte und ein allmähliches Aufblühen und Erstarken dieses Handwerkzweiges erst ermöglichte.
6. Schließlich musste auch eine Käuferschicht vorhanden sein, die sich zunächst aus den Hofkapellen und den Ratsmusikern rekrutierte und die bis zum Niedergang der europäischen Fürstenhäuser als der hauptsächliche Abnehmer von Metallblasinstrumenten bezeichnet werden kann.

Zum Ende des Industriezeitalters wurde auch noch der Musikinstrumentenbau von Industriekonzernen entdeckt. Durch Massenfertigung mit Anlernkräften wurde das Handwerk stark zurückgedrängt. Nur die Spezialisierung und die vertriebsorientierte Anpassung verhinderten das Aus für so manch namhaftes Handwerkerunternehmen.

Das so entstandene Angebot wurde in Handelshäusern, welche sich sogleich auch Musikhäuser nannten, angeboten und versprachen allen Beteiligten hohe Gewinne und scheinbar auch noch eine günstige Alternative für den Kunden.

Durch gezieltes Einkaufen von Billigmaterial, Einsparungen von Arbeitstechniken, Unwissenheit der Zusammenhänge im Tun der Beteiligten Arbeiter brachten minderwertige Produkte zu Tage. Natürlich kamen nach kurzer Zeit die Massenhersteller zur Erkenntnis, dass dieses Niveau dem Markt nicht genügt. So entstanden wieder aufwendigere Herstellungsverfahren zur Darstellung höherwertiger Produkte. Spitzenprodukte konnten aber nach wie vor nur im Handwerk hergestellt werden. So nutzten die Massenhersteller die Krise der Handwerker und liesen Spitzenprodukte knapp über den Deckungskosten für sich fertigen, welche beträchtlichen Gewinnen und auch Know-How einbrachten. 


Der Metallblasinstrumentenmacher in der heutigen Zeit als Kunsthandwerker mit den vielen Problemen der Musiker und Musikerinnen ist auf ein breites Spektrum des Wissens und Könnens angewiesen.

 

 

Instrumentmakermester Udo Schäfer


Udo Schäfer ved dreibenken.

Udo Schäfer var et meget trivelig bekjentskap som kom i stand via Verena Jacobsen Barth. Hun er i ferd med å avslutte sin doktoravhandling og hadde praksisperiode hos Udo. Der bygde hun sin egen barokktrompet.

Med den imponerende tittel av ”metallblåseinstrument- og slagverk-makermester” holder Udo Schäfer til i Hinzistobel, en liten by utenfor Ravensburg like ved Bodensjøen. Da han utdannet seg, var disse to fag (slagverk og messing) i samme studiet. De er senere blitt til to separate utdanninger.

Udo er en av flere titalls av det vi kan kalle små tyske ”håndbyggere”. Selv om han periodevis har praktikanter (som Verena), driver han stort sett alene med reparasjoner og modifikasjoner, men han kan også bygge nye horn. Problemet er at markedet, dvs. hans kunder ikke etterspør det. De er bare ute etter reparasjoner og modifikasjoner.  Hans kunder er de lokale musikkorpsene (Musikverein) og der er det for det meste å rette ut bulker i instrumenter, reparera ventiler, rense osv. I tillegg blir det 2-3 nybygginger av instrumenter pr. år, som han kun gjør på bestilling. Dessverre finnes det ikke mer etterspørsel etter nye håndgjorte instrument i hans kundkrets, som for det meste består av amatører - ingen profesjonelle, siden musikhøgskoler og yrkesorkester er langt unna.

Han er utvilsomt svært dyktig og verkstedet hans var stort og meget velutstyrt med både NC-maskineri og ultralyd-rensing. Det eneste han ikke hadde utstyr for å lage selv er klokkestykker, som han evt. kjøpte ferdig fra andre.

Udo spiller selv euphonium og er med i en kvartett som heter "Was Neues". Han er svært kunnskapsrik når det gjelder gamle messinginstrumenter. Bl.a. hadde han en omfattende samling verkstedhåndbøker og brosjyrer fra 40-50 år tilbake.

Udo Schäfer planlegger å flytte både seg selv og virksomheten sin til Friedrichshafen ved Bodensjøen, der markedet er større. Der vil han, sammen med sin sønn, også åpne en musikkbutikk.

 

Verena, Udo og Olaf studerer ventiler.

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